Olaf Obsommer

Kamera

Olaf Obsommer wurde 1970 in eine Kanusportfamilie hineingebohren, durchlebte das Kanuvereinsleben in Wuppertal und begann schon mit sieben Jahren mit dem Rennsport. Nach dem Frankreichurlaub 1985 an der Durance entwickelte sich Olafs (Sehn-)Sucht nach Wildwässern, als er mit seinem Bruder das erste Mal Wildwasser bis zur Stärke V fuhr.

Mit der Popularität von Hans Memminger wuchs Olafs Sehnsucht nach Abenteuern im Wildwasser. Olafs Mutter war mit dem Ergebnis ihrer Erziehung selbst sehr unzufrieden. Selbige führte schließlich dazu, dass Olaf schon mit 18 Jahren die erste vierwöchige Tour quer durch alle im DKV(Deutscher Kanuverband)-Flussführer stehende Alpenflüsse fuhr, die den Wildwasserschwierigkeitsgrad fünf nicht unterschritten.

Während er in der Woche seine Ausbildung zum Industriemechaniker absolvierte, nahm er am Wochenende hunderte von Kilometern Autofahrt in Kauf, immer auf der Suche nach neuen, unbekannten Flüssen. Mit enormem Trainingsaufwand erweitert er stetig seine Paddeltechnik und wurde "nebenbei" noch NRW-Vizemeister in der Handball Landesliga.

Durch seine Zivildienststelle geprägt, festigte sich sein Wunsch nach einem Beruf, der ihm Freude bereitet. So brach er 1991 zu seiner ersten, siebenwöchigen Überseereise nach Kanada, British Columbia auf. Wieder daheim, war ihm klar, dass er das Studium, dass seine Eltern ihm gewünscht hatten, nie antreten würde.

Durch einen glücklichen Umstand, war Olaf in der Lage seine Abenteuer mit einem höchst sinnvollen Aushilfsjob im Altenheim zu finanzieren. Zwischen 1992 und 1998 war er in Costa Rica, Kanada, Kalifornien, Idaho, Reunion, und Malawi. In Afrika meisterte er 1995 die Erstbefahrung des Shire, des Ausflusses des Malawisees. Dort kämpfte er nicht nur mit schwerstem Wildwasser, sondern auch mit Krokodil- und Nilpferdattacken.

1997
Dringend neue Einnahmequelle gesucht,
Kauf des ersten Mini-Camcorders,
Überlegungen eine Kajak-WG zu gründen.

1998
Umzug von NRW nach Nussdorf a. I. bei Rosenheim in Bayern,
Kajak-WG gegründet,
Anstellung als Altenpfleger gefunden.

Nach zwei Jahren – 1997 bis 1998 – Filmerfahrung, fand Olaf in Hans Mayer (Inhaber von La Ola, "dem coolsten Kajakgeschäft Europas") einen engagierten Motivator und Mentor.
"Boof Chicken Boof", Olafs erster Film, entstand mit Hilfe von Udo Neumanns Schnittfähigkeiten.
Drei weitere Filme entstehen: "Sickline 1", "Richtig Rodeo fahren" und "Sickline 2", aber durch die finanziellen Sorgen getrieben, beendet er 2000 seine Ausbildung zum Altenpfleger. Jedoch gewinnt schon nach einem halben Jahr Arbeit in seinem Ausbildungsberuf, seine Wildwasserfahrer und -Filmerkarriere entscheidend an Fahrt.

Er wechselt seinen Beruf!

Olaf Obsommer / Foto: Jens Klatt

Seitdem ist Olaf Obsommer wahrscheinlich jede Wildwasserwelle diesseits und jenseits des Rheins gefahren (…hat jede Steckdose gespielt, wie der Gitarrist sagen würde ;-) ).
Unteranderem in Zusammenarbeit mit Jens Klatt, drehte er auf seinen zahlreichen Reisen unzählige Stunden Film, die er auf Tourneen in ganz Europa präsentiert.

Olaf Obsommer: "Die Faszination des Kajaksports liegt für mich in der Kombination aus Natur und sportlicher Leistung in einem bewegten Element."

Weiter ausführliche Informationen über Olaf Obsommer und seine Tätigkeit als Wildwasserfahrer und -Filmer findet man im WWW in Hülle und Fülle.

Printed from: http://www.wildwasser-zyklus.de/die-filmleute/olaf-obsommer/ .
© Dett Heidkamp 2012.